Flankengott

Football is bigger than life!


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Fairness und Respect!

Linienrichter stirbt in Holland nach Spielerattake, Schlägereien in der A-Klasse, Handgemenge im Kleinfeld zwischen Eltern… usw. irgendwie habe ich das Gefühl, dass irgendwas nicht mehr stimmt. Überall nimmt der Druck zu. In der Schule, in der Arbeit, in der Beziehung, überall muss man heutzutage mehr leisten, als man/frau schafft/verträgt/aushalten kann… und ja, auch beim Fußball, selbst im Kleinfeld… bei der blechernen Ananas. Verborgene Aggressionen, übertriebene Ansprüche und mangende Demut bzw. Beherrschung kann man überall auf den Plätzen und in den Hallen beobachten. Die Schiedsrichter werden permanent beleidigt, angegangen und beschimpft, selbst in der F-Jugend!
Nun ist die Beobachtung das eine. Was kann man denn tun? Braucht es Eskalationsmanager in den Vereinen? Mediatoren samstags am Platz? Zielgerichtete Ausbildung der Schiris und Trainer? Was tun mit den übermotivierten Eltern?
Zunächst einmal müssen wir uns alle vor Augen führen, mit welchen Grundmotiven der Fußball vor 150 Jahren gestartet ist. Fairplay war eine Grundmaxime! Respekt vor dem Gegner, vor dem Trainer, vor den Fans, vor dem Schiedsrichter. “Fairplay, Gentlemen!” hörte man immer wieder. Auch jetzt braucht es eine Kampagne der UEFA “Respect!”, um bestimmten Entwicklungen im Fußball Einhalt zu gebieten, oder zumindest zu thematisieren. Rassismus, Aggressionen in allen Arten und in allen Ligen… wir brauchen mehr Bewusstsein. Bewusstsein für Respekt. Spieler, Trainer, Schiedsrichter, Betreuer und Eltern sollten innehalten und nachdenken. Klar, ist Fußball ein emotionaler Sport und auch hinsichtlich des Ergebnisses aus der unfairste Sport (das führe ich mal später aus, grundsätzlich geht es dabei um die wenigste Toranzahl auf die Spielzeit gesehen), aber die Emotion darf uns nicht beherrschen oder auch die Beherrschung verlieren lassen. Vor allem im Kinder- und Jugendbereich nicht. Auch wenn es für den einen oder anderen komisch klingt… Demut ist wichtig. Bitte keine Diskussion um Durchsetzen, ruhig mal den Ellenbogen einsetzen usw. Klar darf auch der Körper eingesetzt werden, aber bitte im Rahmen der Möglichkeiten.
Ich habe aber auch schon nachweislich Schwalben in der E-Jugend gesehen. Auch habe ich Trainer erlebt, die dies nicht zugaben, aber auch welche die Schwalben zugaben und nicht wussten, wie sie darauf reagieren sollen… tatsächlich gibt es aber auch die Trainer, die ein solches Verhalten zumindest billigen, wenn nicht sogar fördern. Wir dürfen nie vergessen, wir sind die Vorbilder, wir müssen es vormachen. WIR, natürlich wäre es auch toll, wenn die Fußballprofis ebenso mit gutem Beispiel vorangingen… nur da geht es im Zweifelsfalle um viel Geld, da hört die Moral auf. Oder wir Mike Büskens gesagt hat, er verstünde es nicht, warum er einen Fairness Preis bekommt, wenn er die gegnerischen Spieler per Handschlag begrüßt… nein, so etwas muss an alle positiv kommuniziert werden, damit auch andere einem guten Beispiel folgen oder eigene Maßnahmen ergreifen. Auch ich werde mehr tun. Wenn noch ein paar weitere dabei sind, umso besser.
Selbst wenn du zornig am Boden bist – kannst du durch Zorn siegen? Nein, empfinde Dankbarkeit für diese Lektion. Es lehrt uns etwas: Sei nicht zornig, sondern sei dankbar daraus lernen zu dürfen und mach es das nächste Mal besser. Es gibt immer ein nächstes Mal, ein nächstes Spiel und eine nächste Saison.
Hier die TOP 10 Respektpunkte:
Hab RESPEKT vor
– dem Trainer
– den Teamkollegen
– dem eigenen Körper
– der Gesundheit
– dem Schiedsrichter, egal was und wie er pfeift
– den Gegenspielern
– der Vielfältigkeit
– der Öffentlichkeit
– der Ausrüstung, dem Platz
– dem Spiel!

Danke. Bitte.

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Nachlese von gestern

Früher (so vor fünf Jahren...) gab es ja diese 
Freistosspezialisten. Die wollten ein Tor machen.
 Ganz einfach nur ein Tor.
Schnurzpiepe, wie es aussieht... Nur ein TOR! Verdammt.
Heute ist das ganze zur Inszenierung verkommen.
Es werden die Schrittchen gezählt, gepost ("Posing"), 
um dann mit einem Mordswumm die Kugel im Oberrang unter 
mächtig Getöse zu versenken. Danach noch telegen 
verzweifelt in die TV Weite blicken...

Oh Mann und meine Jungs aus der Jugendmannschaft, 
was sollen die daraus lernen? Dass man eine Schleife 
um jeden Schuss binden soll? Nur Schlenzen beim Elfer und 
sonst nur in den Winkel schießen, nur dann sind es echte 
Tore? 

Als Trainer kann man da verzweifeln.
Da gockeln, posen und schreiten die Modelathleten über 
den Platz und zwinkern ihren Modellebensabschnittsgefährtinnen 
zu, um dann kläglich bei jeglichen Standardsituationen 
kolossal zu versagen. Hauptsache der Sponsor kann sich über 
Bildschirmpräsenz freuen. Jämmerlich und armselig. 
Aber die Frisur sitzt. 
Und so sieht der Erfolg von heute aus.

Warum interessieren sich auch heutzutage soviel 
Frauen für Fußball?
Nicht für den Fußball, sondern weil Schweini so süß ist?
Bitte? Weil es interessant ist, dass sich Ronaldo den 
Hintern rasiert, um schneller zu sein. Boah, dann gehört 
Fußball wirklich an den Oststrand mit dem alten Mann und 
dem unattraktiven Begrenzungspfahl Krause Schrägstrich.
Gute Nacht Freunde.


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