Flankengott

Football is bigger than life!


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Fußball, der ungerechteste Sport der Welt

Wissenschaftlich betrachtet ist es tatsächlich so… Physik Prof. Metin Tolan hat es untersucht und bewiesen. Wobei, wenn man die Fakten kennt, es auch ganz logisch daher kommt.

Im Fußball fallen auf die Spielzeit gesehen die wenigsten Tore bzw. übertragen betrachtet auch Punkte. Z.B. im Handball oder Basketball fallen z.T. pro Minute mehr Tore/Punkte als im Fußball pro Spiel. Das bedeutet, dass im Fußball sich auch die schwächere Mannschaft mit einem „Zufallstor“ als Sieger durchsetzen kann. In anderen Mannschaftssportarten ergeben sich aber so viele Chancen und Tore/Punkte, dass immer die stärkere Mannschaft gewinnt. Das führt auch zu wenig Überraschungen und wenig Spannung. Umgedreht ist Fußball somit spannender und deshalb so beliebt. Auch eine unterklassige Mannschaft kann gegen einen höherklassigen Gegner gewinnen (siehe z.B. DFB-Pokal oder alle anderen Pokalwettbewerbe weltweit). Ein solcher Modus würde im Handball überhaupt nicht funktionieren. Gute Mannschaften erzielen pro Spiel bis zu 35 Tore, wenige starke vielleicht nur 15-20. Beim Basketball sind es ja noch mehr Punkte. Auch in den jeweiligen Tabellen ist es zu beobachten, dass sich das Lager dort in starke und weniger starke Mannschaften trennt. Genau in der Mitte gibt es einen Punktesprung bzw. einen großen Punkteabstand. Das gilt natürlich auch, wenn eine starke Mannschaft mal schlecht drauf ist oder wichtige Spieler fehlen und sie dann ein Spiel verlieren… Dann war die andere Mannschaft einfach, auch objektiv, besser. In diesen Sportarten gibt es auch keine „Überraschungsmeister“ oder gar das Phänomen, dass ein Aufsteiger Meister werden kann.
Aber das macht es beim Fußball ja spannend. Darum ist Frauenfußball auch langweiliger, denn es fallen mehr Tore, weil die Unterschiede zwischen den Teams größer sind. Aber es gäbe hier eine einfache Lösung: Es müssten in jedem Team genau zwei Frauen mehr spielen, am besten in der Abwehr. Dann wären die Räume enger, es würden weniger Tore fallen. Das kann man, laut Tolan, ganz leicht berechnen. Erstaunlich, dass die FIFA das nicht tut.
Somit ist bewiesen, Fußball ist der ungerechteste Sport der Welt… allerdings darum auch der emotionalste und einer der spannendsten.


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Statistik Ballbesitz

Ein Gedanke nochmals zum Ballbesitz. Gibt eine Möglichkeit die Qualität des Ballbesitzes zu beurteilen. Ja und nein. Ja, die Qualität kann sich nur am Erfolg messen – also ergibt sich die Qualität nur aus dem Ergebnis und steht also erst am Schluß des Spieles fest. Nein, Vorraussagen sind nicht möglich und die Quantität von Ballbesitz ist nicht aussagefähig. Beispiel: Man kann 89 min. ohne Torerfolg wunderbar kombinieren und das Spiel bestimmen und trotzdem in einer Minute einen „überraschenden“ Gegentreffer und verliert das Spiel. Das führt uns immer wieder zur Erkenntnis, Fußball ist nicht vorhersagbar und „ungerecht“.


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Wie lasse ich denn nun spielen? Ballbesitz oder Balleroberung?

Es gilt immer noch als logisch, dass die Mannschaft mit dem meisten Ballbesitz a) die bessere Mannschaft ist und b) gewinnen wird. Spielstatistiken weisen immer auch den Wert des Ballbesitzes aus. Nur ist dieser wirklich relevant und aussagekräftig?

Mannschaften sind heute ebenso erfolgreich, selbst wenn der Ball vor allem in den Reihen des Gegners zirkuliert. Denn heute ist ballbesitzlose Dominanz gefragt.
Im Prinzip gibt es im Fußball zwei Grundstrategien.

1. Ballbesitzorientierung: Man versucht das Spiel zu kontrollieren und das Spielgeschehen zu bestimmen. Man versucht sich durch im Regelfall ruhigen Spielaufbau nahe an das gegnerische Tor heranzuschieben. Bei dieser Spielweise versucht man ein Übergewicht im Mittelfeld zu erzielen. Nach Ballverlust versucht man den Gegner durch schnelles Pressing (5 Sekunden Regel bei Barca: nach Ballverlust wird 5 Sekunden lang, z.T. mit Doppeln, versucht, den Ball zurückzuerobern, ansonsten geht’s in die Grundformation zurück) den Ball möglichst schnell wieder abzujagen. Bei dieser Spielweise rücken die Innenverteidiger bei eigenen Angriffen häufig bis zur Mittellinie auf und die Abwehr lässt sich bei Ballverlust nicht sofort an die Strafraumkante zurückfallen.
Vertreter dieser Spielweise sind unter anderem: Bayern München, Hamburger SV

2. Konterfußball/Balleroberung: Der Ballbesitz und das Mittelfeld wird größtenteils dem Gegner überlassen. Man selbst versucht in und um den Strafraum möglichst kompakt zu stehen und keine großen Lücken zu lassen. Wenn man selbst den Ball gewonnen hat versucht man bei dieser Spielweise blitzschnell in den Angriff überzugehen, teils auch mit weiten Risikobällen. Die Stürmer, die die weiten Bälle dann verwerten sollen, haben häufig verhältnismäßig viel Platz, da der Gegner bei eigenem Ballbesitz seine Verteidiger aufrücken lies. Nach Ballverlust kehren sofort alle Spieler in die Defensive Grundordnung zurück, damit der Gegner seinerseits nicht schnell spielen kann.
Vertreter dieser Spielweise sind unter anderem: Hannover 96, VfL Wolfsburg
Gibt es eine Korrelation zwischen dem Spielergebnis (Sieg oder Niederlage) und dem Ballbesitz bei Fußballspielen?

Dabei wurden 180 Spiele untersucht:

Heimsiege: 76 x
Auswärtssiege: 41 x
Unentschieden: 63 x

Mehr Ballbesitz = Sieg: 65 x
Mehr Ballbesitz = Niederlage: 52 x
Rest Unentschieden: 63 x

Heimmannschaft mehr Ballbesitz 102 x
Auswärtsmannschaft mehr Ballbesitz 91 x

Von den reinen Zahlen her kann es keine direkte Korrelation zwischen Sieg und Ballbesitz bzw. Sieg und Balleroberung geben, da die Qualität des Ballbesitzes endscheidend ist. Das heißt, wenn eine Mannschaft insgesamt kompakt steht und es schafft bei Balleroberung in wenigen Sekunden zum Torerfolg zu kommen, ist das eine hohe Ballbesitzqualität, obwohl insgesamt dem Gegner der restliche Ballbesitz zufällt.

Gibt es Voraussetzungen für eine offensive Spielweise?

Offensiv, das heißt eine auf Ballbesitz ausgelegte Taktik, sollte man tatsächlich nur spielen, wenn die Abwehr und das Mittelfeld im Gegensatz zum Sturm besser als der Gegner ist, da alle Spieler aufrücken, bei Ballverlust jedoch schnell reagieren und im Zweifelsfalle schnell wieder in die Grundordnung zurückkehren. Es gibt somit Torchancen auf beiden Seiten, deswegen sollte man auch ein Detail beachten: der eigene Torwart muss besser sein als der gegnerische.

Ballbesitz:

Abwehr und Mittelfeld haben durch den auf Ballbesitz ausgelegten Stil viele 1:1 Situationen, da sie viel kombinieren und in Bewegung sind. Wenn dann eine Lücke erzeugt wurde, kommt der Sturm durch einen vertikalen Pass zum Einsatz und muss verwandeln. Stürmer sollten also, wenn möglich, abschlusssicher sein.

Konter/Balleroberung:

Abwehr und Sturm sollten besser als der Gegner sein, da es sehr viele Zweikämpfe gibt. Auch die Laufbereitschaft und die Längen der Laufwege sind weiter als beim Gegner. Das geht nur mit entsprechender Physis. Das Mittelfeld muss nicht besser sein, da es meist überspielt wird.

Ballbesitz ist längst kein zwingender Faktor mehr, wenn es darum geht, Dominanz zu erzeugen. Das weiß natürlich auch Joachim Löw. „Die Dinge haben sich eben verändert“, sagt der Bundestrainer. „Vor wenigen Jahren hat man noch gesagt, die Mannschaft, die den meisten Ballbesitz hat, gewinnt. Das ist falsch. Ballbesitz ist gar nicht mehr so entscheidend. Entscheidend ist die Effizienz.“ Gleiches Fazit wie oben: Qualität des Ballbesitzes ist entscheidend.
Noch drastischer formuliert es Uwe Rapolder: „Zu lange Ballzirkulation ist tödlich.“ Seinen Bielefelder Systemfußball kann man als Prototyp dieses auf ballbesitzlose Dominanz angelegten Fußballspiels bezeichnen. Schon Ende der Saison 2004/2005 behauptete Rapolder: „Wir haben alle Spiele verloren, in denen wir mehr Ballbesitz hatten.“ Zirkuliert der Ball nämlich lange durch die eigenen Reihen, hat die gegnerische Abwehr genug Zeit, ihre Ordnung zu finden. Nachdem die athletischen Fähigkeiten der Bundesligafußballer in den 90er Jahren massiv verbessert wurden und taktische Abläufe wie das Verschieben und das Erzeugen von Überzahl in Ballnähe Standard geworden sind, hilft die „optische Überlegenheit“, wie Fernsehreporter gerne sagen, nur noch selten.

Ist die Abwehr erst mal sortiert, öffnet sich auch nach ausgiebigen Kombinationsstafetten nur noch sporadisch die Lücke zur zwingenden Chance. Große Individualisten sind dann nötig, Leute die den verengten Raum mit einem genialen Pass, mit einem rasanten Dribbling oder einer kunstvollen Flanke öffnen können. Der FC Barcelona beherrschte diesen Zauber fantastisch, und wenn die Faktoren Einzelkünstler und Kombinationssicherheit sich mischen, ergibt sich mitunter eine Schönheit des Spiels, die für Viele unübertroffen ist. Arsenals Trainer Arsène Wenger sagte einmal, er erlebe diesen Moment des höchsten fußballerischen Genusses nur „drei, viermal pro Saison“. Für die meisten Teams wird solch ein Spiel aber immer Utopie bleiben.

Denn wenn die Individualisten fehlen oder außer Form sind, wirkt dieser auf Ballbesitz ausgerichtete Spielansatz oft hilflos. Die von den Stars wie Ruud van Nistelrooy oder Roy Makaay bereinigte holländische Nationalmannschaft erlebte dies vor Jahren, und der früher so virtuos kurzpassende SC Freiburg war zuletzt Jahre lang so etwas wie der Großmeister der Ineffizienz. Aufgrund der vorübergehenden Schwächen von Ronaldinho, Deco oder Lionel Messi und der Verletzung von Samuel Eto’o unterlag selbst der FC Barcelona in der damaligen Champions League völlig verdient dem FC Liverpool, der sein Spiel darauf anlegt, den Ball schnell und geradlinig nach vorne zu tragen. Der Titelverteidiger hatte im Heimspiel in Barcelona, das er mit 1:2 verlor, 62 Prozent Ballbesitz. Das Spiel wurde zur eindrucksvollen Darbietung der Vergeblichkeit des Kombinierens. Genauso passierte es letztes Jahr in dem der FC Chelsea sich bis zum CL-Sieg „mauerte“ und die technischen Kombinierer bis zur Verzweiflung, Frustration und Aufgabe zwang.

In der Bundesliga ist es mittlerweile so, dass häufiger jene Teams gewinnen, die seltener am Ball sind. Nach dem 29. Spieltag in der Saison 10/11 gab es 94 Siege der optisch unterlegenen Mannschaft, und nur 77 Gewinner mit mehr Ballbesitz. 15 mal gewann eine Mannschaft mit einem Wert von genau 50 Prozent. Immer mehr Trainer gehen daher dazu über, nach Ballgewinn schnell, riskant und schnörkellos nach vorne zu spielen. Die Erkenntnis des norwegischen Taktikfuches Egil Olsen, dass man innerhalb der ersten 20 Sekunden nach dem Ballgewinn – so lange dauert es etwa, bis eine Abwehr ihre Idealordnung gefunden hat – die besten Chancen auf einen Torerfolg besitzt, hat sich durchgesetzt.

Ralf Rangnick führte schon vor Jahren den Begriff „Vertikalfußball“ ein, als Gegenmodell zum Querpassspiel der Nationalmannschaft vor der Ära Klinsmann, dass Kontrolle nur vortäuschte. In der Saison 2004/2005, als Schalke unter dem damaligen Trainer Rangnick Zweiter in der Bundesliga wurde, hatte die Mannschaft durchschnittlich nur 48,6 Prozent Ballbesitz. Nach Eroberung des Spielgerätes versuchten die Spieler umgehend, den schnellen Ailton anzuspielen. Der rannte und schloss ab. Klar, dass der Ball dann schnell wieder beim Gegner war. Oft allerdings zum Anstoß nach Gegentor.

Nun ließe sich einwenden, dass es sich bei diesem Spielansatz um nichts anderes als das klassische Konterspiel handle. Energie Cottbus wäre dann so etwas wie ein leuchtendes Vorbild, denn die Lausitzer schafften damals mit dem sagenhaft niedrigen Wert von 41,6 Prozent Ballbesitz 10 Siege nach 29 Spielen der abgelaufen Saison und standen damit auf dem siebten Tabellenplatz. Für den damaligen Trainer Petrik Sander besitzt die Menge des Ballbesitzes trotzdem „eine gewisse Wertigkeit“. Energie spielt seinen Konterfußball aus einer Notlage heraus, denn „wenn wir anfangen auf Ballbesitz zu spielen, dann würden wir so viele Fehler produzieren, die es dem Gegner sehr, sehr leicht machen würden, gegen uns Tore zu erzielen“, erklärt der Trainer.

Schalke, Wolfsburg, Hannover, aber auch Teams wie dem FC Liverpool oder dem FC Chelsea gelingt es hingegen, trotz geringerer Spielanteile dominierend zu sein. Das ist die eigentliche Neuerfindung. „Wir verteidigen, um anzugreifen“, sagt Slomka, der Trainer von Hannover 96. Die Defensivarbeit ist strategisch so ausgerichtet, dass der Ballgewinn möglichst in Situationen erfolgen soll, aus denen sich ein schneller Gegenangriff entfalten lässt. Ein gewonnener Zweikampf mit folgendem Ballbesitz bei aufgerücktem Gegner ist natürlich viel wertvoller als ein Zweikampf, an dessen Ende der eigene Torhüter abschlagen darf. Klinsmann und Löw haben schon früh daher die „aktive Balleroberung“ als eine von fünf Leitlinien der „Deutschen Spielphilosophie“ eingeführt, die nun an der Hennes-Weisweiler-Akademie gelehrt wird. Es geht nicht mehr darum, in der Defensive zuallererst das Spiel des Gegners zu verhindern, richtig gute Defensivspieler legen es vielmehr konsequent darauf an, den Ball in einem möglichst günstigen Moment zu stehlen.

Spieler, die häufig an qualitativ hochwertigen Ballgewinnen beteiligt sind, agieren meist unauffällig. Sie sind es aber, die das ganze Team um einige Prozent besser erscheinen lassen. Fabian Ernst, erfüllte diesen Job früher beispielsweise mit Bravour, Torsten Frings war ein Meister des Fachs und nach Michael Ballacks Defensivgrätschen landete der Ball fast immer im Fuß eines Mitspielers. „Spiele werden in einer Mittelfeldzone gewonnen, wo es darum geht, Zweikämpfe zu gewinnen, um dann die Ausgangspositionen zu erarbeiten, aus denen das schnelle Spiel möglich ist“, sagt Slomka. Idealerweise ereigne sich der Ballgewinn „im Zentrum des Spielfeldes und möglichst weit vorne“, ergänzt Löw. „Du kannst den Ball zwar außen einfacher gewinnen, aber zentral hat man mehr Gestaltungsmöglichkeiten“, meint der Bundestrainer. Sechs Spieler tragen die Hauptverantwortung für solch hochwertige Ballgewinne: die beiden Innenverteidiger, zwei zentrale Mittelfeldspieler und die beiden Stürmer.

Der englische Kick and Rush weist viele Ähnlichkeiten mit dem ballbesitzlosen Dominanzfußball auf. Deshalb gibt es auf der Insel schon lange ein ausgeprägtes Gefühl für die Bedeutung bestimmter Mittelfeldzweikämpfe. Vielleicht ist dieses Bewusstsein ein Mosaikstein der gegenwärtigen Dominanz des englischen Klubfußballs, jedenfalls applaudieren die Leute auf der Insel oft frenetisch, wenn ein Spieler den Ball 35 Meter vor dem eigenen Tor erobert. Das hat nicht nur mit der Wertschätzung von körperlichem Einsatz zu tun. Es gibt einfach ein feineres Gespür für die Bedeutung dieser Spielsituation.

Doch auch in Deutschland wird der Wert des Defensivzweikampfes fürs Offensivspiel immer höher geschätzt. Rangnick erfand einst sogar den Begriff des „Pressingopfers“, der einen Spieler markieren soll, der technische Schwächen hat. Der wird dann vom Gegner absichtlich frei gelassen, damit er den Ball erhält, während alle mit einem einfachen Pass erreichbaren Mitspieler zugedeckt werden. So lassen sich qualitativ hochwertige Ballgewinne provozieren. So übt man Dominanz aus, ohne den Ball zu haben.

Übrigens, als nächstes werde ich über Fußball, das „ungerechteste Spiel der Welt“ schreiben. Dort wird erklärt, dass es so gesehen, völlig egal ist, wie man in einer Liga spielt. Man kann gewinnen oder verlieren innerhalb einer Liga und sogar Amateure gegen Profis (z.B. Pokalwettbewerbe). Qualität setzt sich nämlich nicht immer unbedingt durch.
(Zitate und Abschnitte aus Rund-Magazin)


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Schiedsrichterentscheidungen akzeptieren…

Überall wird über Schiedsrichterleistungen und Entscheidungen lamentiert, diskutiert oder einfach nur diskreditiert. Ich möchte auch keine Diskussion über die reinen Schiedsrichterleistungen lostreten, sondern den Impuls setzen, dass es nicht viel bringt mit einem Schiedsrichter kontrovers, laut oder in sonst irgendeiner Form aggressiv über ein getroffene Entscheidung zu diskutieren. Als Teamverantwortlicher in ruhigem Ton und respektvoll in der Halbzeitpause oder nach dem Spiele ist es sicher in Ordnung seine eigene Sichtweise zu besprechen. Nur Aggressivität gehört da nicht hin. Es führt ja auch eher zu einer Kontrahaltung der jeweiligen Person. Darüber hinaus ist aber auch viel wichtiger, dass die Spieler sich am Verhalten des Trainers gegenüber dem Schiedsrichter orientieren. In der jüngeren Jugend und bis rauf in den Profibereich ist es zu beobachten, dass wenn der Trainer anfängt lautstark den Schiedsrichter zu kritisieren, auch langsam die Spieler immer mehr anfangen mit dem Schiri zu hadern. Lebt der Trainer allerdings eine ruhige Art mit dem Schiedsrichter vor, kommt es auch zu weniger Diskussionen der Spieler auf dem Platz mit dem Referee. Also Fazit, Trainer ist Vorbild und wichtige Stellschraube im Verhalten aller. Bitte denkt alle daran. Danke. Bitte.


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Fairness und Respect!

Linienrichter stirbt in Holland nach Spielerattake, Schlägereien in der A-Klasse, Handgemenge im Kleinfeld zwischen Eltern… usw. irgendwie habe ich das Gefühl, dass irgendwas nicht mehr stimmt. Überall nimmt der Druck zu. In der Schule, in der Arbeit, in der Beziehung, überall muss man heutzutage mehr leisten, als man/frau schafft/verträgt/aushalten kann… und ja, auch beim Fußball, selbst im Kleinfeld… bei der blechernen Ananas. Verborgene Aggressionen, übertriebene Ansprüche und mangende Demut bzw. Beherrschung kann man überall auf den Plätzen und in den Hallen beobachten. Die Schiedsrichter werden permanent beleidigt, angegangen und beschimpft, selbst in der F-Jugend!
Nun ist die Beobachtung das eine. Was kann man denn tun? Braucht es Eskalationsmanager in den Vereinen? Mediatoren samstags am Platz? Zielgerichtete Ausbildung der Schiris und Trainer? Was tun mit den übermotivierten Eltern?
Zunächst einmal müssen wir uns alle vor Augen führen, mit welchen Grundmotiven der Fußball vor 150 Jahren gestartet ist. Fairplay war eine Grundmaxime! Respekt vor dem Gegner, vor dem Trainer, vor den Fans, vor dem Schiedsrichter. “Fairplay, Gentlemen!” hörte man immer wieder. Auch jetzt braucht es eine Kampagne der UEFA “Respect!”, um bestimmten Entwicklungen im Fußball Einhalt zu gebieten, oder zumindest zu thematisieren. Rassismus, Aggressionen in allen Arten und in allen Ligen… wir brauchen mehr Bewusstsein. Bewusstsein für Respekt. Spieler, Trainer, Schiedsrichter, Betreuer und Eltern sollten innehalten und nachdenken. Klar, ist Fußball ein emotionaler Sport und auch hinsichtlich des Ergebnisses aus der unfairste Sport (das führe ich mal später aus, grundsätzlich geht es dabei um die wenigste Toranzahl auf die Spielzeit gesehen), aber die Emotion darf uns nicht beherrschen oder auch die Beherrschung verlieren lassen. Vor allem im Kinder- und Jugendbereich nicht. Auch wenn es für den einen oder anderen komisch klingt… Demut ist wichtig. Bitte keine Diskussion um Durchsetzen, ruhig mal den Ellenbogen einsetzen usw. Klar darf auch der Körper eingesetzt werden, aber bitte im Rahmen der Möglichkeiten.
Ich habe aber auch schon nachweislich Schwalben in der E-Jugend gesehen. Auch habe ich Trainer erlebt, die dies nicht zugaben, aber auch welche die Schwalben zugaben und nicht wussten, wie sie darauf reagieren sollen… tatsächlich gibt es aber auch die Trainer, die ein solches Verhalten zumindest billigen, wenn nicht sogar fördern. Wir dürfen nie vergessen, wir sind die Vorbilder, wir müssen es vormachen. WIR, natürlich wäre es auch toll, wenn die Fußballprofis ebenso mit gutem Beispiel vorangingen… nur da geht es im Zweifelsfalle um viel Geld, da hört die Moral auf. Oder wir Mike Büskens gesagt hat, er verstünde es nicht, warum er einen Fairness Preis bekommt, wenn er die gegnerischen Spieler per Handschlag begrüßt… nein, so etwas muss an alle positiv kommuniziert werden, damit auch andere einem guten Beispiel folgen oder eigene Maßnahmen ergreifen. Auch ich werde mehr tun. Wenn noch ein paar weitere dabei sind, umso besser.
Selbst wenn du zornig am Boden bist – kannst du durch Zorn siegen? Nein, empfinde Dankbarkeit für diese Lektion. Es lehrt uns etwas: Sei nicht zornig, sondern sei dankbar daraus lernen zu dürfen und mach es das nächste Mal besser. Es gibt immer ein nächstes Mal, ein nächstes Spiel und eine nächste Saison.
Hier die TOP 10 Respektpunkte:
Hab RESPEKT vor
– dem Trainer
– den Teamkollegen
– dem eigenen Körper
– der Gesundheit
– dem Schiedsrichter, egal was und wie er pfeift
– den Gegenspielern
– der Vielfältigkeit
– der Öffentlichkeit
– der Ausrüstung, dem Platz
– dem Spiel!

Danke. Bitte.


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Nachlese von gestern

Früher (so vor fünf Jahren...) gab es ja diese 
Freistosspezialisten. Die wollten ein Tor machen.
 Ganz einfach nur ein Tor.
Schnurzpiepe, wie es aussieht... Nur ein TOR! Verdammt.
Heute ist das ganze zur Inszenierung verkommen.
Es werden die Schrittchen gezählt, gepost ("Posing"), 
um dann mit einem Mordswumm die Kugel im Oberrang unter 
mächtig Getöse zu versenken. Danach noch telegen 
verzweifelt in die TV Weite blicken...

Oh Mann und meine Jungs aus der Jugendmannschaft, 
was sollen die daraus lernen? Dass man eine Schleife 
um jeden Schuss binden soll? Nur Schlenzen beim Elfer und 
sonst nur in den Winkel schießen, nur dann sind es echte 
Tore? 

Als Trainer kann man da verzweifeln.
Da gockeln, posen und schreiten die Modelathleten über 
den Platz und zwinkern ihren Modellebensabschnittsgefährtinnen 
zu, um dann kläglich bei jeglichen Standardsituationen 
kolossal zu versagen. Hauptsache der Sponsor kann sich über 
Bildschirmpräsenz freuen. Jämmerlich und armselig. 
Aber die Frisur sitzt. 
Und so sieht der Erfolg von heute aus.

Warum interessieren sich auch heutzutage soviel 
Frauen für Fußball?
Nicht für den Fußball, sondern weil Schweini so süß ist?
Bitte? Weil es interessant ist, dass sich Ronaldo den 
Hintern rasiert, um schneller zu sein. Boah, dann gehört 
Fußball wirklich an den Oststrand mit dem alten Mann und 
dem unattraktiven Begrenzungspfahl Krause Schrägstrich.
Gute Nacht Freunde.


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Neuer Blog startet

Flankengott schreibt über Fußball.

Flankengott polarisiert.

Flankengott schreibt ein Lizenztrainer des DFB.

Flankengott ist nicht objektiv.

Flankengott ist unvorhersehbar.

Flankengott ist ungerecht.

Flankengott spielt offensiv.

Flankengott will Ballbesitz.

Flankengott will schönen Fußball.

Flankengott ist wie Fußball.

Fußball eins.

Schach null.

Danke.

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